Ernährung als möglicher Schlüssel zur Unterstützung bei Entzündungen
- Michael
- 23. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, ob deine Ernährung Einfluss auf Entzündungen im Körper haben könnte. Tatsächlich gibt es immer mehr Hinweise aus der Forschung, dass bestimmte Lebensmittel dabei helfen könnten, entzündliche Prozesse günstig zu beeinflussen. Chronische, stille Entzündungen gelten heute als ein wichtiger Faktor bei vielen Zivilisationskrankheiten – und genau hier könnte die Ernährung ansetzen.
Im Folgenden findest du einige Lebensmittelgruppen, die in diesem Zusammenhang häufig genannt werden, sowie Tipps, wie du sie praktisch in deinen Alltag einbauen könntest.
Fettreiche Fische
Fettreiche Fische wie Lachs, Makrele oder Hering sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese werden mit entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Vielleicht probierst du, zwei- bis dreimal pro Woche Fisch einzuplanen – gegrillt, gebraten oder auch in einer Suppe. Wenn du keinen Fisch magst oder dich pflanzlich ernährst, könnte Algenöl eine Alternative sein.
Pflanzliche Öle
Besonders Olivenöl extra vergine wird in vielen Studien positiv hervorgehoben. Es enthält Polyphenole, die antioxidativ wirken könnten. Ein Tipp: Verwende Olivenöl vor allem kalt, zum Beispiel im Salat oder über gedünstetes Gemüse geträufelt, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Beeren
Blaubeeren, Himbeeren oder schwarze Johannisbeeren sind kleine Antioxidantien-Pakete. Sie enthalten Anthocyane, die möglicherweise Entzündungen reduzieren können. Eine Handvoll Beeren pro Tag – frisch oder tiefgekühlt – könnte eine einfache und leckere Ergänzung sein.
Nüsse und Samen
Nüsse wie Walnüsse oder Mandeln und Samen wie Leinsamen oder Chiasamen sind reich an gesunden Fetten, Vitaminen und Ballaststoffen. Eine kleine Handvoll Nüsse täglich oder ein Löffel geschroteter Leinsamen im Müsli könnte schon genügen, um deinem Körper Gutes zu tun.
Grünes Gemüse und Kreuzblütler
Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Rucola oder Spinat wird immer wieder im Zusammenhang mit entzündungshemmenden Wirkungen genannt. Besonders Brokkolisprossen enthalten Sulforaphan, einen sekundären Pflanzenstoff, der interessant erforscht wird. Versuch, jeden Tag mindestens eine Portion grünes Gemüse einzubauen – ob roh im Salat oder kurz gedünstet.
Gewürze
Kurkuma und Ingwer sind Klassiker, wenn es um entzündungshemmende Hinweise geht. Kurkuma enthält Curcumin, das mit Pfeffer und etwas Fett besser aufgenommen wird. Ingwer wiederum könnte ähnlich wie Schmerzmittel wirken, nur sanfter. Vielleicht passt ein Ingwertee oder ein Curry mit Kurkuma gut in deine Woche.
Hülsenfrüchte
Linsen, Bohnen und Kichererbsen sind nicht nur sättigend, sondern liefern auch viele Ballaststoffe, die deine Darmflora unterstützen können. Da der Darm eng mit dem Immunsystem verbunden ist, könnte dies auch einen positiven Effekt auf Entzündungen haben. Eine gute Idee wäre, zwei- bis dreimal pro Woche Hülsenfrüchte einzuplanen – etwa als Suppe, Curry oder Salat.
Grüner Tee
Grüner Tee enthält Catechine wie EGCG, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken könnten. Zwei bis drei Tassen am Tag sind für viele gut machbar. Wenn du empfindlich auf Koffein reagierst, greif vielleicht besser am Vormittag dazu.
Tomaten
Tomaten enthalten Lycopin, einen Stoff, der bei Erhitzung sogar besser aufgenommen wird. Das bedeutet: Tomatensaucen oder Suppen, idealerweise mit etwas Olivenöl, könnten besonders wertvoll sein.
Fermentierte Lebensmittel
Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi oder Kefir können durch ihre probiotischen Kulturen die Darmflora positiv beeinflussen. Auch das wird mit entzündungshemmenden Prozessen in Verbindung gebracht. Schon kleine Portionen mehrmals pro Woche könnten ausreichen.
Praktische Tipps für den Alltag
Denke in Mustern, nicht in Einzel-Lebensmitteln. Regelmäßigkeit zählt mehr als ein „Superfood“ zwischendurch.
Eine mediterran geprägte Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Olivenöl, Fisch, Nüssen und Hülsenfrüchten könnte eine gute Orientierung sein.
Reduziere stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker, rotes Fleisch und Transfette, da sie eher mit Entzündungen in Verbindung gebracht werden.
Gewürze wie Kurkuma und Ingwer lassen sich ganz leicht täglich einsetzen – sei es im Tee, im Müsli oder in herzhaften Gerichten.
Snacks wie Nüsse, Beeren oder grüner Tee sind eine einfache Möglichkeit, deine Ernährung nebenbei aufzuwerten.
Fazit
Eine entzündungshemmende Ernährung besteht wahrscheinlich weniger aus einzelnen Wundermitteln, sondern eher aus einem langfristigen Muster. Je häufiger du zu frischen, unverarbeiteten und nährstoffreichen Lebensmitteln greifst, desto besser könnte dein Körper Entzündungen ausgleichen. Vielleicht probierst du einfach aus, welche Kombinationen dir gut tun und sich problemlos in deinen Alltag integrieren lassen.
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